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Neukirchen kassiert 15 Millionen Euro Abfindung

Kajo Neukirchen, noch bis Ende Mai Chef der Frankfurter MG Technologies, hat sich sein Ausscheiden aus dem Mischkonzern mit insgesamt 15 Millionen Euro vergüten lassen. Dies berichtet das manager magazin in seiner am Freitag erscheinenden Mai-Ausgabe.

Nach Informationen des Blattes ergibt sich die Summe aus der Restlaufzeit von Neukirchens Vertrag als Vorstandsvorsitzender der MG Technologies. In die Abfindung eingeschlossen sind außerdem unter anderem Ansprüche auf eine Pension, einen Fahrer und eine Sekretärin.

Wie das Magazin weiter berichtet, hat Neukirchen als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der FAG Kugelfischer AG deutlich mehr verdient als bislang angenommen. Insgesamt flossen zwischen 1993 und 2001 rund vier Millionen Euro an den Manager, und zwar zusätzlich zur Tantieme. Aufsichtsrat und Aktionäre waren über die Sonderzahlungen nicht informiert.

Offiziell deklarierte der FAG-Vorstand die jährlich ausgezahlten 460 000 Euro als Vergütung Neukirchens für den Vorsitz im Board mehrerer amerikanischer Tochtergesellschaften der FAG. Im Gegenzug nahm Neukirchen viermal im Jahr an kurzen Board-Sitzungen in New York teil.

Während Neukirchen in dieser Nebenbeschäftigung eine zulässige „einheitliche Aufgabe im Zuge der Sanierung und Restrukturierung des FAG-Konzerns“ sieht, waren seine Mandate nach Auffassung namhafter Rechtsexperten mit seinem Aufsichtsratsvorsitz bei der FAG aktienrechtlich nicht vereinbar. Als die geheime Regelung 1999 publik zu werden drohte, ersetzte der FAG-Vorstand die Board-Mandate durch einen Beratervertrag mit Neukirchen.

Nach der Übernahme der FAG durch den Maschinenbauer INA verlor Neukirchen den Aufsichtsratsvorsitz bei der FAG und damit auch seine zusätzlichen Einkünfte.

Autor: Thomas Werres
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