DER SPIEGEL

Nockemann begrüßt mögliche Übergabe von Mzoudi an die USA

Hamburgs Innensenator will sich bei Freispruch für schnelle Abschiebung nach Marokko einsetzen / „Mzoudi ist ein Gefahrenpotenzial“

Berlin, 19. Januar 2004
Hamburgs Innensenator Dirk Nockemann begrüßt eine schnelle Abschiebung des in Hamburg angeklagten Terrorverdächtigen Abdelghani Mzoudi nach Marokko und anschließend eine mögliche Übergabe an die USA. „Ich habe keine Probleme damit, wenn Mzoudi von Marokko in die USA oder an US-Behörden überstellt wird“, sagte der Politiker der Partei Rechtsstaatlicher Offensive zu SPIEGEL ONLINE. Nockemann betonte, die USA hätten ein „funktionierendes Rechtssystem“.

Nockemann will sich nach dem erwarteten Freispruch Mzoudis am kommenden Donnerstag im Verfahren wegen Mitgliedschaft in der Hamburger Zelle und der Unterstützung der Todespiloten vom 11. September 2001 für eine schnelle Abschiebung des Verdächtigen in sein Heimatland Marokko einsetzen. „Selbst wenn das Gericht ihn nicht schuldig sprechen kann“, erklärte Nockemann gegenüber SPIEGEL ONLINE, „ist Mzoudi ein nicht zu kalkulierendes Gefahrenpotenzial.“ Der Prozess habe mehr als deutlich die Interessen des Marokkaners offenbart. „Der Mann lernte das Töten in Afghanistan nicht als Hobby“, so der Senator.

Für seine Ausweisungsabsicht nennt Nockemann neben der Gefahrenabwehr auch finanzielle Gründe. „Wenn Mzoudi freikommt, müssen wir ihn Tag und Nacht im Auge halten“, so Nockemann. „Dieser Aufwand ist vor dem Steuerzahler kaum zu rechtfertigen.“

Der vollständige Text ist unter www.spiegel.de abrufbar.

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