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OMV will deutsche Tankstellen behalten

Konzernchef Roiss: "Derzeit keine anderen Pläne"

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV tritt Spekulationen entgegen, sein Tankstellennetz in Deutschland verkaufen zu wollen. Im Interview mit dem manager magazin (Erscheinungstermin: 20. Juli) erklärte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Roiss auf die Frage, ob Deutschland für OMV Tankstellenmarkt bleibe: "Wir haben derzeit keine anderen Pläne." OMV hat in Deutschland 325 Tankstellen, vor allem in Bayern.

Die Spekulation war aufgekommen, weil Roiss bei OMV einen fundamentalen Strategieschwenk durchgesetzt hat, weg vom Raffinerie- und Tankstellengeschäft, hin zum einträglicheren Geschäft mit der Förderung von Öl und Gas. Und weil sich der Konkurrent Exxon offenbar aus dem deutschen Tankstellenmarkt verabschieden will. OMV werde sich aus den Märkten zurückziehen, in denen der Konzern keine Raffinerien betreibe, sagte Roiss im mm-Gespräch, wie zum Beispiel in Kroatien oder Bosnien.

In Deutschland unterhält OMV eine Raffinerie in Burghausen und besitzt einen 45-Prozent-Anteil an der Bayernoil-Raffinerie in Neustadt. Von diesem Anteil will sich Roiss allerdings trennen: "Wir haben die Deutsche Bank mit dem Verkauf beauftragt."

Autor: Dietmar Student

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