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Opel-Übernahme kostet Magna Aufträge

VW plant Kündigung von Boxster-Vertrag / BMW prüft Aufträge

Die Opel-Übernahme wird den österreichischen Zulieferer Magna voraussichtlich
Großaufträge aus der Automobilindustrie kosten. So überlegt der VW-Konzern, den
Porsche Boxster ab 2012 doch nicht im Magna-Werk in Graz bauen zu lassen. Dies
berichtet das manager magazin unter Berufung auf VW-Insider in seiner neuen
Ausgabe (ab 25. September im Handel).

Der Boxster-Auftrag könnte nun statt an Magna an den insolventen Osnabrücker
Konkurrenten Karmann gehen. Für neue Karmann-Aufträge habe sich auch der
niedersächsische Ministerpräsident und VW-Großaktionär Christian Wulff (50)
stark gemacht, schreibt das Hamburger Wirtschaftsmagazin. Damit zieht
Volkswagen erste Konsequenzen aus Magnas Bestrebungen, sich in einen
Automobilkonzern zu wandeln.

Schon früher hätten Einkaufschef Francisco J. Garcia Sanz (52) und der
Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch (72) Magna-Lenker Siegfried Wolf (51)
vor den Folgen einer Opel-Übernahme gewarnt, so das manager magazin. Inzwischen
habe VW beschlossen, strategisch wichtige Teile nicht mehr bei dem
österreichisch-kanadischen Konzern zu bestellen.

Auch bei BMW hieß es, es sei schwer vorstellbar, dass Magna künftig noch
Aufträge für systemrelevante Teile erhalten werde. Grund dafür sei die Sorge,
dass technologisch bedeutsame Entwicklungen in die Opel-Produktion einfließen
könnten.

Autor: Michael Freitag
Kontakt: Martin Noé , Telefon: 040/30800554

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