DER SPIEGEL

Peoplesoft-Chef Conway sagt SAP den Kampf an: "Das einzige verbleibende Ziel lautet, der Größte zu werden"

Ausweitung des Marktes für Unternehmenssoftware um sechs bis zwölf Prozent im kommenden Jahr erwartet / Conway deutet Interesse an Datenbank-Geschäft an
– Der Präsident und CEO des Softwarekonzerns Peoplesoft, Craig Conway, sagt Marktführer SAP den Kampf an. "Wir treten gegen SAP an. Es gibt einen Punkt, da wird man so groß, dass das einzig verbleibende Ziel lautet, der Größte zu werden", sagte Conway in einem Interview mit SPIEGEL ONLINE.

Der Peoplesoft-Chef gestand allerdings ein, dass SAP gegenüber seinem Unternehmen in etlichen Branchen noch deutliche Wettbewerbsvorteile habe. SAP sei Peoplesoft im verarbeitenden Gewerbe voraus, so Conway. Der Konkurrenzkampf mit den Walldorfern sei hart.

Conway erwartet, dass der Markt der Markt für Unternehmenssoftware im kommenden Jahr deutlich wachsen wird. Während Experten von einer Stagnation ausgehen, sagte der Peoplesoft-Chef im SPIEGEL-ONLINE-Interview, er halte ein Wachstum von sechs bis zwölf Prozent für realistisch.

Den Mitbewerber Oracle hat Conway nach eigenen Angaben im Softwaregeschäft bereits abgeschrieben. "Ich glaube nicht, dass Oracle noch in der gleichen Liga spielt wie SAP und Peoplesoft, meiner Meinung nach bewegen sie sich weiter abwärts", so der Unternehmenschef.

Conway bekräftigte zudem das Ziel, durch die Fusion mit J. D. Edwards 160 bis 205 Millionen Dollar an Kosten einsparen zu wollen. Die am heutigen Donnerstag vor US-Börseneröffnung veröffentlichten Quartalszahlen enthielten weitere Zahlen zu den finanziellen Synergien des Mergers.

Der Peoplesoft-CEO schloss zudem nicht aus, dass es in nächster Zeit weitere Akquisitionen geben werde. Zudem deutete er an, Peoplesoft könne auch in das Geschäft mit Datenbanken einsteigen: "Falls sich Peoplesoft stärker im Technologiebereich engagieren wollte, mit eigenen Datenbanken und Applikationsservern, dann müssten wir vermutlich ein Unternehmen zukaufen."

Der vollständige Text ist in deutscher und englischer Sprache unter www.spiegel.de abrufbar.

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