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Plan zur Rettung des Merckle-Imperiums steht

Die Firmen der Unternehmensgruppe des Großindustriellen Adolf Merckle, der im Januar Selbstmord begangen hatte, haben gute Aussichten, gerettet zu werden.

Die Mehrzahl der 61 Gläubigerbanken hat sich bereits am 11. Mai auf ein
Restrukturierungskonzept der verschuldeten Gruppe verständigt. Dies berichtet
das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die an diesem Freitag erscheint.

Der Plan, der manager magazin vorliegt, sieht im Kern Folgendes vor: Bis Ende
Januar 2011 soll Familienerbe Ludwig Merckle Kredite in Höhe von 8,4 Milliarden
Euro an die Banken zurückzahlen. Im Gegenzug werden die Geldgeber den beiden
Merckle-Gesellschaften Ratiopharm und Phoenix zusätzliche Mittel in Höhe von
430 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Für die Begleichung der Bankschulden
werden Treuhänder bis zu drei Firmen der Gruppe verkaufen: den
Arzneimittelhersteller Ratiopharm, den Baustoffhersteller HeidelbergCement und
den Pharma-Großhändler Phoenix. Teile der Erlöse fließen an die Familie
Merckle. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hatte zuvor in einem
Gutachten die Sanierungsfähigkeit der drei Gesellschaften bescheinigt.

Allerdings wird sich die ursprünglich für Ende Mai geplante Einigung der Banken
zumindest um einige Tage verzögern. Offenbar konnten bislang einzelne
Bedingungen, an die der Sanierungsplan geknüpft ist, noch nicht erfüllt werden.

Autor: Thomas Werres
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