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Porsche und McKinsey sanieren Freiburger Herzchirurgie

Durch den flächendeckenden Einsatz von Lean Management im Krankenhaus ließen sich bundesweit 16 Milliarden Euro pro Jahr sparen

In einer ungewöhnlichen Allianz haben sich der Autobauer Porsche und die
Unternehmensberatung McKinsey zusammengefunden, um einen Beitrag zur Sanierung
der deutschen Krankenhäuser zu leisten. Das manager magazin berichtet in seiner
aktuellen Ausgabe (Erscheinungstag: 18. November 2005) über ein Modellprojekt
an der Universitätsklinik Freiburg. Dort hat ein Team aus Experten von Porsche
Consulting und Fachleuten von McKinsey acht Wochen lang die Arbeitsabläufe in
der Freiburger Herzchirurgie nach den Prinzipien des aus der Industrie
bekannten Lean Managements reformiert. Die Ergebnisse des Pro-bono-Projekts,
berichtet manager magazin, seien frappierend, für Patienten, Ärzte und
Kostenträger: Die durchschnittliche Liegezeit der Patienten, so mm, sei von
11,2 auf 9,6 Tage gesunken; kein einziger einbestellter Patient habe, anders
als vor Beginn des Projekts, aus organisatorischen Gründen abgewiesen werden
müssen. Die Produktivität der Abteilung sei um 30 Prozent gestiegen, der
Deckungsbeitrag habe sich sogar verdoppelt.

Die Consultants führten in der Freiburger Herzchirurgie etliche
organisatorische Neuerungen ein. So kümmert sich zum Beispiel neuerdings ein so
genannter Patientenmanager um einen effizienten Durchlauf des Patienten von der
Einweisung bis zur Entlassung; der Mediziner kann über alle Hierarchien hinweg
autonom bestimmen, welcher Kranke wann auf welcher Station liegen soll.

Durch einen flächendeckenden Einsatz solcher Optimierungsmaßnahmen, so mm,
könnte der jährliche Finanzbedarf der deutschen Krankenhäuser nach
Hochrechnungen von McKinsey in den nächsten zehn Jahren um 16 Milliarden Euro
sinken.

Autor: Dietmar Student
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