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Private Krankenversicherungen für Neukunden teurer

Höhere Prämien wegen niedriger Kapitalmarktrenditen / Marktführer verzinsen das Kapital ihrer Neukunden nur noch mit 2,75 Prozent / Beitragssteigerung zwischen 6 und 8 Prozent / Kapital der Altkunden wird weiterhin mit 3,5 Prozent verzinst

Deutschlands private Krankenversicherer werden für Neukunden vielfach teurer. Dies ergab eine Umfrage von manager magazin (Erscheinungstermin: 16. November) bei den 30 größten deutschen Krankenversicherern.

Grund für die höheren Prämien im Neugeschäft sind die Niedrigzinsen der Zentralbanken. Anders als die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen müssen Privatpatienten bereits in jungen Jahren Geld zurücklegen, um die im Alter steigenden Behandlungskosten bewältigen zu können. Dieses Kapital verzinsten die Versicherer bislang einheitlich mit 3,5 Prozent. Mit der Einführung der sogenannten Unisextarife ab dem 21. Dezember sinkt diese Zinsgarantie für neue Kunden bei vielen Anbietern auf 2,75 Prozent. In der Folge steigen die Prämien. "Als Faustregel gilt, dass eine Absenkung des sogenannten Rechnungszinses um 0,1 Prozentpunkte eine Beitragssteigerung von etwa 0,8 Prozent zur Folge hat", sagt der bei der HUK-Coburg für das Krankenversicherungsgeschäft zuständige Hans Olav Herøy.

Sowohl bei den beiden Marktführern, der Debeka und der DKV, als auch bei mehreren mittleren und kleineren Gesellschaften, wie der Bayerischen Beamtenkrankenkasse, der Continentale, der Halleschen, der HUK-Coburg, der Süddeutschen, der UKV und der Arag steht der Zinsschnitt (auf 2,75 Prozent) bereits fest. Bei der Allianz und der Axa, der Nummer drei und fünf im Markt, dürfte es in die gleiche Richtung gehen. Dort steht allerdings die endgültige Entscheidung noch aus. Die übrigen Versicherer wollten sich nicht äußern. Nichts ändern wird sich für die Altkunden, deren Kapital wird weiterhin mit 3,5 Prozent verzinst.

Autor: Dietmar Palan
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