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Puma holt Topmanager vom Erzrivalen Adidas

Adidas-Chefeinkäufer Andy Koehler wird neuer Chief Operating Officer bei Puma / Neuer CEO und Produktvorstand werden noch gesucht

Mit der Ablösung von Vorstandschef Franz Koch von der Konzernspitze baut Puma auch sein weiteres Topmanagement um. Der Adidas-Manager Andy Koehler soll neuer Chief Operating Officer des Sportartikelherstellers werden. Beim Erzrivalen Adidas war Koehler bis zuletzt als Global Head of Sourcing für die weltweite Beschaffung zuständig. Das berichtet das manager magazin in seiner kommenden Ausgabe (Erscheinungstermin: 14. Dezember) unter Berufung auf Insider. Das Unternehmen wollte keinen Kommentar dazu abgeben.

Der deutsche Manager Koehler war erst 2009 vom US-Automobilzulieferer Johnson Controls zu Adidas gewechselt. Zuletzt arbeitete er in Hongkong. Bei Puma wird Koehler das operative Geschäft von Klaus Bauer übernehmen, der das Unternehmen Ende des Jahres verlässt. Bauer wirkte als Finanzchef und COO in Personalunion. Den künftigen Finanzvorstand hatte Puma bereits im Sommer bekannt gegeben: Michael Lämmermann, aktuell Leiter des Geschäftsbereichs Finanzen.

Die Personalie ist Teil eines größeren Umbaus in der Führungsetage, den der Großaktionär PPR derzeit vorantreibt. Neben dem Posten des operativen Managers will Puma auch das Amt des Produktvorstands neu besetzen. Seit dem Abschied von Melody Harris-Jensbach, heute Designchefin bei Esprit, verantwortet der scheidende Vorstandsvorsitzende Franz Koch das Produktressort in Personalunion. Auch für Koch sucht PPR einen Nachfolger. Der Vorstandschef gab am Mittwoch seinen Rückzug bekannt. Großeigner PPR hatte zuletzt Unmut über ausbleibende Erfolge bei Puma geäußert.

Autoren: Simon Hage, Klaus Werle
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