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"Mehdorn begeht Umwelt-Frevel"

Öko-Manager Fritz Vahrenholt kritisiert Industrie-Kollegen

Hart ins Gericht mit einzelnen Industriebranchen geht der Umwelt-Experte Fritz Vahrenholt (53) in einem Interview, das in der nächsten Ausgabe des manager magazins (Erscheinungstermin: 23. August 2002) erscheint. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn habe zum Beispiel durch seinen Ausstieg aus der Magnetschwebebahn Transrapid einen "Frevel an der Umwelt" begangen. Der Transrapid, so Vahrenholt, sei nicht etwa ein "Tiefflieger auf Stelzen", wie Öko-Verbände behaupten. Vielmehr "ein umweltfreundliches Verkehrsmittel der Zukunft".

Dagegen spendiert der ehemalige Hamburger Umweltsenator (SPD) und Ex-Vorstand der Deutschen Shell Lob für die Auto- und die Chemieindustrie. Vor allem letztere, in den 70 Jahren für Vahrenholt "noch ein Sumpf von Lügen und Ignoranz", habe "sich international zum Vorreiter entwickelt".

In der Umwelt-Bilanz sieht Fritz Vahrenholt, heute Vorstandsvorsitzender des Hamburger Windkraftanlagen-Bauers Repower AG, unter den deutschen Branchen "keine ausgesprochenen Übeltäter mehr". Nur die Energiebranche wirtschaftet nach seiner Meinung noch nicht nachhaltig: "Die Entwicklung zu einer dezentralen, umweltverträglichen Stromerzeugung hätte bei den deutschen Energiekonzernen schon vor Jahrzehnten einsetzen müssen", sagte Vahrenholt dem manager magazin.

Autor: Michael Kröher
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