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Russischer Investor übernimmt Geschäftsführung bei Ex-Wadan-Werft

Witalij Jussufow sucht Fertigungspartner in Russland / Technologieklau kein Thema

Der neue russische Wadan-Investor, Witalij Jussufow, führt die kriselnde Werft
in Zukunft selbst. Das berichtet manager magazin in seiner am Freitag (23.
Oktober) erscheinenden Ausgabe. „Ich bin überzeugt, dass wir langfristig
profitabel arbeiten können. Um das sicherzustellen, habe ich auch die
Geschäftsführung übernommen“, sagte der 29-jährige Russe im Gespräch mit dem
Wirtschaftsmagazin. Die inzwischen in Nordic Yards umbenannte Werft mit
Standorten in Wismar und in Warnemünde werde sich fortan auf den margenstarken
Spezialschiffbau sowie Offshore-Anlagen konzentrieren. Das bisher überwiegende
Containerschiffgeschäft sei indes ein Auslaufmodell.

Jussufow, Sohn des ehemaligen russischen Energieministers und
Gazprom-Aufsichtsrats Igor Jussufow, sucht zudem nach Produktionspartnern in
Russland, um Kosten zu sparen: „Wir sind an Produktionskooperationen mit
russischen Werften interessiert – sei es als Joint Venture, Subunternehmer oder
nur projektweise. Auch eine Kapitalbeteiligung russischer Werften ist denkbar.“
Konkrete Gespräche führt Jussufow diesbezüglich mit der staatlichen vereinigten
Schiffsbaukorporation sowie mit den zwei privaten Werften Wyborg und OPK. Die
Abwanderung der Technologie nach Russland sei dabei aber kein Thema:
„Technologien entwickeln sich immer weiter, und zwar hier. Es geht um das
Know-how, das in den Köpfen der Leute steckt. Das kann man nicht einfach nach
Russland exportieren.“

Jussufow, der bisher keinerlei Erfahrung im Schiffbau hat, hatte die Werft im
Sommer 2009 von seinem Landsmann Andrej Burlakow übernommen. Dieser hatte das
Unternehmen in die Insolvenz gesteuert.

Autorin: Astrid Maier
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