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RWE: Weniger Töchter, weniger Jobs

Geheimer Sanierungsplan des Energieversorgers

Der Essener Stromkonzern RWE soll radikal umgebaut werden, berichtet das Hamburger manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 24. Januar 2003). Ein geheimes Strategiekonzept mit dem Arbeitstitel "Projekt Düsseldorf", so das Magazin, sehe unter anderem vor, Tochterfirmen zu verkaufen und durch eine straffere Konzernstruktur rund 10 000 Stellen im Kerngeschäft zu streichen. Rund 700 Millionen Euro jährlich könne der Konzern auf diese Weise zusätzlich einsparen.

Aus bislang 13 RWE-Führungsgesellschaften sollen 6 werden. So sollen zum Beispiel der Strom- und Gasvertrieb sowie die Netze zum neuen Unternehmensbereich Retail and Distribution zusammengeführt werden; Kraftwerke, Braunkohletagebau sowie die Öl- und Gasförderung bildeten das neue Geschäftsfeld Upstream and Generation. Die gesamte Umweltsparte, bislang Teil des Kerngeschäfts, stünde kurzfristig zum Verkauf. Auch von weiten Teilen des Bereichs RWE Solutions (Infrastruktur für Energieerzeugung und Verteilung) wolle sich der Konzern trennen.

Über das neue Konzept, so manager magazin, wolle der RWE-Holdingvorstand am 14. Februar beraten. Der RWE-Aufsichtsrat solle sich dann in seiner nächsten Sitzung am 13. März mit der Konzernplanung befassen.

Autoren: Dr. Arno Balzer, Dietmar Student
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