manager magazin

„Sehr gut in Schwung gekommen“

Bertelsmann-Vorstandschef Gunter Thielen mit Geschäftsverlauf zufrieden / Rekordgewinn bei Bertelsmann Music Group, Verluste im Buchklubgeschäft

Die Bertelsmann AG, Gütersloh, hat das vergangene Geschäftsjahr trotz Medien- und Werbekrise mit einem befriedigenden Ergebnis abgeschlossen. Wie das Hamburger manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. März 2003) berichtet, betrug der Umsatz des Medienkonzerns im Geschäftsjahr 2002 nach vorläufiger Rechnung 18,4 Milliarden Euro. Wegen der Umstellung des Geschäftsjahres auf das
Kalenderjahr ist ein Vorjahresvergleich (Umsatz 2000/2001: 16,7 Milliarden Euro) nur bedingt möglich. Verglichen mit dem Pro-Forma-Geschäftsjahr 2001 (1.7.–31.12.01: 9,7 Mrd. Euro) sind die Einnahmen vermutlich gesunken. Der Rückgang, so das manager magazin, resultiere aus Dollarschwäche, Firmenschließungen und sinkenden Werbeeinnahmen.

Das operative Ergebnis konnte Bertelsmann im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent auf mehr als 900 Millionen Euro verbessern. Die Umsatzrendite liegt bei knapp 5 Prozent; dank eines guten Cashflows wurden die Netto-Finanzschulden auf unter drei Milliarden Euro gesenkt werden. „Wir sind gegen den Trend sehr gut in Schwung gekommen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gunter Thielen dem manager magazin. Das endgültige Zahlenwerk präsentiert Bertelsmann auf seiner Bilanzpressekonferenz am 25. März in Berlin.

Die umsatzstärkste Sparte der Bertelsmann AG ist die RTL Group (Umsatzanteil: 25 Prozent), es folgen die Arvato AG (Druckereien / 20 Prozent), die Bertelsmann Music Group BMG, die Direct Group (Buchklubs) und Gruner + Jahr (jeweils 15 Prozent) und der Buchverlag Random House (10 Prozent). Besonders erfreulich, so das Hamburger Wirtschaftsmagazin, sei die Entwicklung der Musiksparte verlaufen, die trotz schwierigen Marktumfelds einen Rekordgewinn in Höhe von 125 Millionen Euro ausweist.

Operative Verluste schreibt allein die Direct Group: Bei einem sinkenden Umsatz auf nunmehr 2,7 Milliarden Euro fiel im vergangenen Geschäftsjahr ein Verlust von rund 150 Millionen Euro an, ohne Einmalaufwendungen in Höhe von 85 Millionen Euro.

Autor: Klaus Boldt
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Hamburg, 20. März 2003

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