DER SPIEGEL

SPD-Politiker Janssen sagte Unwahrheit über VW-Bezüge

Politiker bezog doch bis Ende 2004 Geld von Volkswagen / Janssens Dementi vom Donnerstag unrichtig

– Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jann-Peter Janssen hat nach Informationen des SPIEGEL die Unwahrheit über die Bezüge verbreitet, die er vom Volkswagen-Konzern erhielt. Der Abgeordnete aus Ostfriesland bekam demnach im Widerspruch zu seinen eigenen Aussagen bis Ende 2004 ein Gehalt von seinem früheren Arbeitgeber.

Janssen hatte dies am Donnerstag in einer auf seiner Internet-Seite veröffentlichten Erklärung bestritten. Anderslautende Berichte seien „falsch“, hieß es in der Erklärung des Parlamentariers. Er habe seit 1994, als er erstmals in den Bundestag gewählt wurde, kein Gehalt mehr von VW bekommen, schrieb Janssen. Dieses Dementi sei eindeutig unrichtig, war von Volkswagen zu erfahren.

Der VW-Konzern hatte am Donnerstag auf öffentlichen Druck reagiert und eine Liste mit den Namen derjenigen früheren Mitarbeiter veröffentlicht, die nach ihrem Wechsel in die Politik weiterhin Gehälter bezogen. Eine Gegenleistung mussten diese Politiker dafür nicht erbringen.

Neben Janssen steht das Bundestagsmitglied Hans-Jürgen Uhl ebenso auf der Liste wie die niedersächsischen Landtagsabgeordneten Günter Lenz, Ingolf Viereck und Hans-Hermann Wendhausen sowie der bayerische Landtagsabgeordnete Hans Joachim Werner. Alle Politiker gehören der SPD an. VW hat die Fortzahlung von Bezügen an Politiker nach eigener Mitteilung rückwirkend zum Jahresbeginn eingestellt.

Janssen war bis zum frühen Nachmittag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der vollständige Text ist unter www.spiegel.de abrufbar.

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