SPIEGEL GESCHICHTE

SPIEGEL GESCHICHTE 1/2014: "Byzanz. Das Kaiserreich am Bosporus"

Neue Ausgabe ab dem 28. Januar im Handel

Der Goldglanz alter Mosaiken, orthodoxe Mönche und sagenhafter Reichtum, natürlich auch der grandiose Kirchenbau der Hagia Sophia in Istanbul: Das Stichwort "Byzanz" lässt bei vielen sofort Bilder entstehen. Aber nur wenigen ist bewusst, welche bedeutende Rolle dieses Imperium, das als Erbe des Oströmischen Reiches 1000 Jahre überdauerte, für die Entwicklung Europas gespielt hat.

Die neue Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE porträtiert ein Staatswesen, in dem auf einzigartige Weise römisches Kaisertum und christliches Reich, griechische Kultur und vorderasiatische Frömmigkeit verschmolzen – und das dank seiner militärischen Macht, großem diplomatischem Geschick und administrativer Effizienz das gesamte Mittelalter hindurch Bedrohungen und Krisen trotzte. Von der Gründung Konstantinopels, das in kurzer Zeit zur legendären Handelsmetropole aufstieg, bis zur finalen Niederlage gegen die Osmanen im Jahr 1453 musste das Imperium fast pausenlos mit starken Angreifern fertig werden: Goten, Hunnen oder Bulgaren kamen von Westen, Perser, Araber und Seldschuken aus dem Osten. Aber auch im Innern tobten oft genug grausame Machtkämpfe.

Vom Großmachtdenken des Kaisers Justinian, der im 6. Jahrhundert noch einmal weite Gebiete des früheren Reiches unterwarf, über die Missionierung Russlands und die fatalen Folgen der Kreuzzüge bis hin zur Restauration unter den Palaiologen-Kaisern entfaltet das Heft ein faszinierendes historisches Panorama. In spannenden Geschichten erzählen SPIEGEL-Autoren und renommierte Fachleute von der Zähigkeit des legendären Regimes am Bosporus. Natürlich gehören dazu immer wieder Einblicke in die Kulturgeschichte: Die grandiosen Mosaiken Ravennas oder der Zauber byzantinischer Kirchenhymnen zeigen das Mittelalter aus ungewohnter Perspektive. Im Konfessionsstreit mit dem Papsttum, der Handelsrivalität mit Venedig und anderen aufstrebenden Mächten, aber auch bei zahlreichen Kaiserstürzen wird die heikle Lage des traditionsbewussten Reiches anschaulich.

Im Gespräch mit SPIEGEL-Geschichte würdigt der Wiener Byzantinist Andreas E. Müller die erstaunliche Mischung von eiserner Tradition und geradezu moderner Verwaltung, radikaler Mönchsaskese und funkelndem Luxus. Reportagen führen die Leser dorthin, wo Byzanz bis heute überlebt hat: ins Patriarchat von Istanbul und zum heiligen Berg Athos, einer autonomen Mönchsrepulik.

SPIEGEL GESCHICHTE "Byzanz. Das Kaiserreich am Bosporus" erscheint am 28. Januar zum Preis von 7,80 Euro und ist mit den neuen iPad-, Android- und Web-Apps auch als digitale Ausgabe erhältlich.

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