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SPIEGEL GESCHICHTE: „Crashs & Krisen. Wie sie Revolutionen auslösten und Diktatoren hervorbrachten“

Morgen erscheint die Ausgabe 5/2020

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Wiederholt sich die Geschichte? Beim Blick auf die Wirtschaftskrisen früherer Epochen könnte man das fast glauben. Seit Menschen Handel treiben, gehören ökonomische Einbrüche dazu: Mal ist es die Natur – Dürren etwa oder Seuchen –, die Ernten zerstört oder Geschäfte unmöglich macht. Mal sind es Herrscher, die mit vollen Händen Geld ausgeben und ihre Staaten gewissenlos ausplündern. Und mal sind es falsche Versprechen, Gier und menschliche Schwächen, die Investoren in den Ruin treiben.

Viel Leid hatten diese Krisen zur Folge, Armut und Elend – und doch ging es immer wieder aufwärts; Wohlstand und Lebensstandard wuchsen fast überall immens in den vergangenen Jahrhunderten. Dieses Wissen beruhigt in einer Situation, in der eine Jahrhundertpandemie die Wirtschaft zum Absturz gebracht hat. Gleichzeitig aber sollte es wachsam machen: Denn immer wieder führten Krisen auch zu Revolutionen oder machten Diktatoren groß. 

Die aktuelle Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE spürt den Wirtschaftskrisen der Vergangenheit nach, analysiert, wie es dazu kam und wie die Menschen früherer Generationen mit wirtschaftlichen Zusammenbrüchen fertig wurden. Das Heft erzählt von den ersten mächtigen Bankhäusern im Florenz des 14. Jahrhunderts – und warum sie nicht lange überdauerten. Es klärt, welche Tricks Fürsten seit dem Mittelalter anwandten, um die sich immer gigantischer auftürmenden Kosten für Kriege oder Luxusausgaben bei Hofe stemmen zu können. Es berichtet unter anderem von zweifelhaften Spekulationsobjekten, einem Frauenhelden, der mit einem neuen Geldsystem scheiterte und einer resoluten Bankerin, die mit einem Zug voller Silber eine ganze Stadt vor dem Bankrott gerettet haben soll. 

Vor allem aber erzählt es, welche Folgen die Crashs und Krisen für die Bevölkerung hatten. Schon frühe Flugschriften aus dem 16. Jahrhundert demonstrieren das Elend und den Ärger der Menschen, die sich den wirtschaftlichen Schwankungen meist hilflos ausgeliefert fühlten. Welch sozialer Sprengstoff darin steckte, zeigte sich in der französischen Revolution 1789, als die Wut der Bürger über die staatliche Misswirtschaft ein Auslöser für den Sturz der Monarchie war. Und bis heute mahnt die Weltwirtschaftskrise von 1929, die weltweit für Massenarbeitslosigkeit und Not sorgte. Es war nicht zuletzt die dadurch geschürte Angst vor dem sozialen Abstieg, die Hitlers Nationalsozialisten Wählerinnen und Wähler zutrieb. 

Spannend, verständlich und überraschend schlagen SPIEGEL-Autoren und Wissenschaftler einen Bogen von den ersten Crashs des Mittelalters bis zu den Krisen der Gegenwart – und machen deutlich, ob sich Lehren aus der Vergangenheit ziehen lassen.

Die aktuelle Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE „Crashs & Krisen. Wie sie Revolutionen auslösten und Diktatoren hervorbrachten“ erscheint am 22. September zum Copypreis von 9,90 Euro.


Hamburg, 21. September 2020

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