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SPIEGEL GESCHICHTE: „Japan – Das geheimnisvolle Kaiserreich“

Am Dienstag, 27. September 2011, erscheint die neue Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE: „Japan – Das geheimnisvolle Kaiserreich“.

Jahrzehntelang galt Japan dem Westen als Modell für unaufhaltsamen Aufstieg:
Aus dem Desaster des Zweiten Weltkriegs hatte sich der vergleichsweise kleine
asiatische Staat zur zweitgrößten Weltwirtschaftsmacht der Welt hochgearbeitet.
Doch seit die Japan AG in den neunziger Jahren in die Krise rutschte, nimmt
Europa die traditions-reiche Kulturnation fast nur noch über
Katastrophenmeldungen war, in diesem Jahr mit Erdbeben, Tsunami und Atomgau in
Fukushima gleich dreifach.

SPIEGEL GESCHICHTE blickt zurück in Nippons lange Historie, die zeigt, wie es
dem Inselreich immer wieder gelang, auch in Krisen und Katastrophen zu
bestehen. SPIEGEL-Redakteure und Japan-Experten, die teilweise seit langem dort
leben, zeichnen die spannenden Epochen des rätselhaften Kaiserreiches nach –
vom alten Japan der Shogune und Samurai mit ihren seltsamen Selbstmordpraktiken
bis zur rasanten Modernisierung im 19. Jahrhundert, aus der Japan als
imperialistische Großmacht hervorging. Die Autoren betrachten das japanische
Kaiserhaus, schildern, wie sich der Tenno-Staat mehr als 200 Jahre lang vom
Ausland abriegelte, um dann in einer wahren Aufholjagd vom Westen zu lernen,
vor allem von Preußen. Tatsächlich zeigen sich verblüffend viele Parallelen zu
Deutschland, mit dem Japan im Zweiten Weltkrieg verbündet war.

Kaiser Hirohito vor dem Tokioter Kriegsverbrechertribunal zu verschonen, war
ein großer Fehler der Amerikaner, sagt der japanische Sozialphilosoph Kenichi
Mishima im Gespräch mit SPIEGEL GESCHICHTE, in dem es neben dem Umgang mit der
Vergangenheit auch um die Krise der politischen Elite und den
Toyota-Nationalismus geht. Florian Coulmas, der Leiter des Deutschen Instituts
für Japanstudien in Tokio, analysiert Japans ungewöhnliche Entwicklung vom
Feudalismus in die Neuzeit. In Südkorea sprachen SPIEGEL-Reporter mit Frauen,
die von Japan im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterinnen oder sogenannte
Trostfrauen missbraucht worden waren. In Japan gingen sie der Frage nach, warum
ausgerechnet das Land, das die USA mit zwei Atombomben auf Hiroshima und
Nagasaki verheerten, zum Atomstaat wurde – eine Linie, die direkt in die
Katastrophe von Fukushima führt.

SPIEGEL GESCHICHTE „Japan – Das geheimnisvolle Kaiserreich“ umfasst 148 Seiten
und erscheint mit einer Druckauflage von rund 200 000 Exemplaren. Der
Copy-Preis beträgt 7,50 Euro.

SPIEGEL-Verlag
Kommunikation

Stefanie Jockers
Telefon: 040 3007-3036
E-Mail: stefanie_jockers@spiegel.de

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