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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mario Ohoven / Verdacht der Untreue

Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), steht unter Verdacht, Verbandsgelder veruntreut zu haben. Das berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 21.November 2003).

Grund für die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin (Az: 4 Wi Js 7/03) ist eine Strafanzeige vom Dezember vergangenen Jahres. Darin wird Ohoven vorgeworfen, im Vorfeld der Wahlen des Verbandspräsidiums im November 2002 eine Werbebroschüre über sich und sein Team unzulässigerweise auf Kosten des BVMW an die Mitglieder verschickt zu haben. Bezahlte hauptamtliche Mitarbeiter sollen die Wahlwerbung postfertig gemacht haben. Und auch das Porto soll der Verband übernommen haben.

Ohoven ließ die Vorwürfe gegenüber dem manager magazin bestreiten. Es seien keine Verbandsgelder für seinen Wahlkampf ausgegeben worden. Auch sei Ohovens Gegenkandidat bei der Präsidentenwahl, der Unternehmer Peter Schimitzek, nicht benachteiligt worden. „Soweit Kandidaten Material vorgelegt hatten“, sei dieses verschickt worden, heißt es in einer Stellungnahme des BVMW.
Der Fall ist besonders pikant, weil verbandsinterne Gegner Ohovens die Wahl des BVMW-Präsidenten wegen verschiedener Unstimmigkeiten und Verfahrensfehler für ungültig erklären lassen wollen. Seit vergangenem Februar läuft in dieser Sache ein Verfahren vor dem Landgericht Berlin. Eine Entscheidung wird frühestens in einigen Monaten erwartet.

Autor: Jonas Hetzer
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