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Streit um Milliardenerbe August von Fincks eskaliert

Vergleichsgespräche gescheitert / Landgericht München verhandelt im Oktober weiter

Der Streit unter den Erben des 1980 verstorbenen Bankiers August von Finck
senior eskaliert. Wie das manager magazin in seiner am Freitag, 19. August,
erscheinenden Ausgabe berichtet, scheiterte im August ein Vergleichsgespräch
zwischen den Anwälten der verfeindeten Verwandten. Das Landgericht München
verhandelt nun im Oktober erneut über die Klage des jüngsten Bankierssohns
Helmut von Finck. Der Pferdezüchter verklagt seinen älteren Halbbruder August
von Finck junior und den Sohn seines verstorbenen Halbbruders, Wilhelm von
Finck junior. Helmut von Finck möchte einen Vertrag von 1985 für nichtig
erklären lassen, mit dem er seinen Anteil am Milliardenerbe für 65 Millionen
Mark an die Halbbrüder verkaufte. Der Kläger argumentiert, er sei damals nach
Drogentherapie und Sektenkarriere psychisch labil und geschäftsunfähig gewesen.
Das Vermögen der Familien August und Wilhelm von Finck junior wird auf sechs
Milliarden Euro geschätzt.

Zudem will Helmut von Finck, wie manager magazin weiter berichtet, die
Beklagten nachträglich enterben lassen. Laut Klageschrift haben seine älteren
Halbbrüder August von Finck junior sowie der damals noch lebende Wilhelm von
Finck senior gegen Testamentsauflagen des Erblassers verstoßen. Dies
einerseits, weil sie das Bankhaus Merck Finck & Co. 1990 an die Barclays Bank
verkauft haben; andererseits, weil sie 1994 eine Beteiligung am
Energieversorger Isarwerke an eine Vorgängergesellschaft von Eon veräußerten.
Helmut von Finck ist offenbar entschlossen, notfalls bis zum Bundesgerichtshof
zu gehen.

Autor: Sören Jensen
Telefon: 040 308005-39

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