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Studie der Bank CSFB für Deutsche Konzerne sind international top beim Marktanteil, verdienen aber wenig Geld

Kaum ein anderes Land beheimatet so viele bedeutende Konzerne wie Deutschland. In vielen Branchen besetzen sie international führende Positionen, so eine Studie der Schweizer Großbank CSFB für manager magazin (Erscheinungstermin: 23. Juli 2004).

Sechs deutsche börsennotierte Großunternehmen belegten Ende 2003 in ihren jeweiligen Branchen gemessen am Umsatz den 1. Rang: nämlich die Deutsche Post, Lufthansa, Siemens, Tui, RWE und BASF. Weitere 14 börsennotierte Konzerne belegen Rangplätze unter den globalen Top Ten. Neben dem ehemaligen Staatsmonopolisten Deutsche Telekom, sind darunter gleich mehrere Unternehmen aus den Branchen Auto, Versorger, Chemie und Versicherungen.

Deutlich schlechter ist die Lage bei den Gewinnen. Hier finden sich die meisten deutschen Konzerne auf hinteren Rängen der globalen Champions League. Die CSFB-Experten folgern daraus, deutsche Manager seien auf schiere Größe fixiert, „um den Preis der Profitabilität“.

Es gibt aber auch einige löbliche Ausnahmen: Puma belegt bei der Profitabilität Rang 1 unter allen global bedeutenden Modeunternehmen (bei der Umsatzgröße Rang 23). Porsche schafft es in puncto Rendite auf einen respektablen 8. Rang in der Autobranche (beim Umsatz Rang 21). Auch die Deutsche Post schneidet mit Rang 3 unter den 16 weltgrößten Logistikunternehmen gut ab.

Die CSFB-Experten haben auch die von den Börsen für die Zukunft erwartete Profitabilität der Konzerne berechnet. Hier stechen vor allem SAP und Fresenius Medical Care heraus: Der nach Umsatz drittgrößte Softwareproduzent der Welt schneidet bei der gegenwärtigen Rendite nur mittelprächtig ab, der Markt erwartet aber einen Anstieg auf Rang 3 (unter 23 Weltkonzernen der Branche); für Fresenius Medical Care, derzeit auf Platz 12 in der Health-Care-Branche, erwartet der Markt eine deutliche Steigerung auf Rang 2 von 20 Unternehmen.

Autor: Henrik Müller
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