manager magazin

Swarovski-Gesellschafter uneins über künftigen Unternehmenskurs

Die Gesellschafter des österreichischen Kristallkonzerns Swarovski können sich
nicht auf den künftigen Kurs ihres Unternehmens einigen. Die Firma mit 17 000
Beschäftigten und 2,14 Milliarden Euro Umsatz gehört zu 100 Prozent der Familie
Swarovski. Wie das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe
(Erscheinungstermin: 20. Oktober 2006) berichtet, wollen einige Mitglieder der
Sippe das Unternehmen an die Börse bringen. Andere bevorzugen eine Realteilung.
Dritte möchten sich die Option eröffnen, einzelne Betriebsteile zu verkaufen.
Hingegen verwahren sich die Traditionalisten im Clan gegen jegliche Veränderung.

Nach heftigen familieninternen Streitereien haben die Gesellschafter Anfang
2005 externe Experten engagiert, die eine neue Unternehmensverfassung
erarbeiten sollen. Doch fast alle Vorschläge des sogenannten „Teams Ovid“
laufen ins Leere. So fand die Idee, die vielen einzelnen Firmen der
Swarovski-Gruppe in eine Holding einzubringen, kein Gehör. Auch ein Katalog,
der festlegt, welche Quoten für bestimmte Entscheidungen im Swarovski-Beirat
erforderlich sind, wurde bislang nicht definiert. So müssen nach wie vor nahezu
alle wichtigen Beschlüsse mit Einstimmigkeit verabschiedet werden.

Trotz des Streits unter den Eigentümern geht es dem Unternehmen bislang
hervorragend. Allein im vergangenen Jahr flossen über 100 Millionen Euro
Dividenden (nach Steuern) an die Gesellschafter. Der Gewinn nach Steuern schoss
2005 auf rund 300 Millionen Euro.

Autorin: Ursula Schwarzer
Telefon: 040/308005-20

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Kommunikation
Eva Wienke

Telefon: 040/3007-2320
E-Mail: Eva_Wienke@manager-magazin.de

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