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ThyssenKrupp droht neues Milliardenrisiko

Verkauftes Edelstahlgeschäft wird zur Belastung für Ruhrkonzern.

ThyssenKrupp droht neues Milliardenrisiko

Verkauftes Edelstahlgeschäft wird zur Belastung für Ruhrkonzern

Dem Krisenkonzern ThyssenKrupp macht die Schwäche des finnischen Unternehmens Outokumpu, das zum Jahresende 2012 nach längerer Kartellamtsprüfung die Übernahme der Edelstahlsparte von ThyssenKrupp abgeschlossen hatte, mehr zu schaffen als bislang angenommen. Dies berichtet das manager magazin in der kommenden Ausgabe (Erstverkaufstag 21. Juni). Dem Bericht zufolge droht ThyssenKrupp die Wertminderung auf eine Forderung in Höhe von 1,25 Milliarden Euro. Einen entsprechenden Kredit hatte ThyssenKrupp den Finnen im Rahmen des Geschäfts gewährt. Angesichts anhaltender Verluste dränge Outokumpu nun auf einen Teilverzicht der Verbindlichkeiten.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, befinde sich ThyssenKrupp in einer schwierigen Verhandlungsposition. Der Konzern sei zwar größter Gläubiger von Outokumpu, aber im Vergleich zu anderen Gläubigern lediglich schwach gesichert.

Weiterer Korrekturbedarf ergibt sich für ThyssenKrupp dem Blatt zufolge aus dem Kursverfall der Outokumpu-Aktie. Im Zuge des Verkaufs hatte ThyssenKrupp auch 29,9 Prozent der Outokumpu-Aktien erhalten. Das Paket war bei der Unterzeichnung des Deals im Jahr 2012 zunächst mit 998 Millionen Euro bewertet worden. In der ThyssenKrupp-Bilanz ist es aktuell noch mit 457 Millionen Euro verbucht. Der Börsenwert liegt aber nur noch bei 320 Millionen Euro.

Autor: Thomas Werres
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