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Topmanager sind provinzieller als gedacht

Chefs multinationaler Konzerne sind selten Ausländer und verfügen über wenig Auslandserfahrung, wie eine Studie zeigt / Dabei schneidet Deutschland noch am besten ab

Die Topmanager großer Konzerne weltweit sind weit weniger international als
gedacht. Das zeigt eine Untersuchung des Darmstädter Soziologen Michael
Hartmann, die das manager magazin exklusiv veröffentlicht (Erscheinungstermin:
22. Oktober).

Danach kommt gerade einmal jeder zwanzigste Topmanager aus dem Ausland, und nur
knapp jeder Vierte kann auf Auslandserfahrung in Studium oder Beruf
zurückblicken. „Das Spitzenmanagement führender multinationaler Konzerne ist
weder inter- noch transnational“, bilanziert Hartmann.

Für seine Studie untersuchte der renommierte Elitenforscher die Karrierewege
der Chefs in den hundert größten Unternehmen Deutschlands, Frankreichs,
Großbritanniens, Chinas, Japans und der Vereinigten Staaten. Dabei sind die
Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern jedoch enorm. Während sich in
China, Frankreich oder den USA kaum Ausländer an Firmenspitzen finden, sind es
in Deutschland immerhin 9 Prozent, in Großbritannien sogar 18.

Auch in puncto Auslandserfahrung liegen die Deutschen vorn – mehr als jeder
dritte Vorstandsvorsitzende kann sie vorweisen, während Amerikaner und Chinesen
hier das Schlusslicht bilden.

Ansprechpartner: Klaus Werle
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