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Tui will Briten enger führen

Neuer Konzernchef Joussen kündigt Eingriffe bei englischer Tochter Tui Travel an

Der neue Tui-Konzernchef Friedrich Joussen will stärker bei der selbstständigen britischen Tochter Tui Travel mitregieren. "Unser Anspruch ist, diese Beteiligung in Zukunft nicht nur zu verwalten, sondern aktiv zu managen", kündigte Joussen im Interview mit dem manager magazin an (Erscheinungstermin: 19. April). Als 56-Prozent-Gesellschafter müsse die deutsche Holding bei Tui Travel "mit dafür sorgen, dass die richtige Strategie verfolgt wird".

Handlungsbedarf sieht Joussen vor allem in der Markenpolitik. Das Tui-Logo werde heute in der Gruppe in allen möglichen Varianten eingesetzt. "Das macht kein Markenartikler von Rang", monierte Joussen. Zudem gebe es mit über 200 verschiedenen Labels zu viele Marken in der Gruppe, "so kann man keinen Werbedruck aufbauen".

Joussen will insgesamt die wirtschaftliche Performance des Unternehmens verbessern. So müsse das verlustreiche Geschäft in Russland und Frankreich saniert werden. Das deutsche Veranstaltergeschäft sollte zudem seine Marge steigern. "Potenzial sehe ich bei der Fähigkeit, den Cashflow zu steigern", sagte Joussen.

An der Spaltung des Reiseriesen Tui in eine deutsche und eine britische Gesellschaft will Joussen allerdings derzeit nichts ändern."Wir wollen zunächst aus der bestehenden Struktur mehr herausholen", sagte der Manager, der Mitte Februar an die Tui-Spitze rückte. Sein Vorgänger Michael Frenzel hatte Anfang des Jahres vergeblich versucht, die deutsche Tui AG mit der Tui Travel zu verschmelzen.

Autor: Michael Machatschke
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