DER SPIEGEL

TV-Duell: Früherer SPD-Wahlkampfmanager sieht Vorteile für Bush

Ex-Bundesgeschäftsführer Matthias Machnig: Kerry muss Profil schärfen / Interpretation in den Medien wird über Gewinner der Fernsehdebatte entscheiden

Berlin, 1. Oktober 2004 – Der frühere Wahlkampfmanager der SPD, Matthias Machnig, hält den Ausgang des TV-Duells zwischen US-Präsident George W. Bush und dessen Herausforderer John F. Kerry noch für offen. „Der Sieger der Debatte steht nicht unmittelbar am Abend der Diskussion fest. Entscheidend ist die mediale Nachbereitung und Aufbereitung der Diskussion“, erklärte der frühere Bundesgeschäftsführer der SPD im Interview mit SPIEGEL ONLINE.

Entscheidend sei, welche Kernaussagen in den Zeitungskommentaren, -analysen und TV-Nachrichten in den Mittelpunkt gerückt würden. „Erst dann wird man wissen, wer in der Diskussion gepunktet hat und Vorteil für seine Kampagne erzielen konnte. Das war im Übrigen bei der Diskussion Schröder/Stoiber im Rahmen des letzen Bundestagswahlkampfes ganz ähnlich“, so Machnig.

Als Wahlkampfmanager hatte er zusammen mit dem damaligen Berater des Unionskandidaten die Regeln für die beiden Fernsehduelle von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Edmund Stoiber (CSU) ausgehandelt.

Für Machnig steht Kerry vor dem Problem, für den Irak-Krieg votiert zu haben und ihn heute als politischen Fehler der Regierung zu bezeichnen. „Dieses strategische Dilemma hat er bislang nicht wirklich auflösen können – nämlich die Wahl über Führungskompetenz und 'character issues' zu gewinnen.“ Hier müsse Kerry noch um Vertrauen werben.

Der vollständige Text ist unter www.spiegel.de abrufbar.

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