manager magazin

Übernahmestreit an der Privat-Uni Witten-Herdecke

Ein Privatinvestor bringt sich in Position gegen die Studenten

An der Privaten Universität Witten-Herdecke (UWH) droht ein Übernahmestreit.
Das berichtet das manager magazin in seiner kommenden Ausgabe
(Erscheinungstermin: 20. April 2007). Die als „gemeinnützige Stiftung
Rehabilitation Heidelberg“ organisierte SRH-Holding wäre bereit, im Laufe der
nächsten fünf Jahre selbst zehn Millionen Euro in die älteste Privatuni
Deuschlands zu stecken und weitere Investoren zu gewinnen, die noch einmal
dieselbe Summe zur Verfügung stellen.

Voraussetzung sei jedoch, so SRH-Vorstandsvorsitzender Klaus Hekking, dass die
SRH-Holding die unternehmerische Führung der UWH übernehmen kann. Dazu braucht
sie die Mehrheit der Gesellschafteranteile an der gemeinnützigen GmbH, die die
UWH rechtlich repräsentiert. Diese Anteile will jedoch auch ein neu gegründeter
Verein übernehmen, in dem inzwischen über 700 Studierende, Professoren und
Mitarbeiter der UWH organisiert sind.

Die Ziele der beiden Interessenten widersprechen einander diametral: Die SRH
will eine neu organisierte, rentable Bildungsanstalt; der Verein eine Besinnung
auf die alten Ideale der UWH von Freiheit und Verantwortung in Forschung und
Lehre. Eine gütliche Einigung zeichnet sich derzeit nicht ab.

Die Privatuni steckt derweil wieder in einer Finanzkrise. Im Budget klafft eine
Deckungslücke, außerdem muss ein zweistelliger Millionenbetrag investiert
werden, um die wissenschaftliche Qualität zu verbessern.

Autor: Michael Kröher
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