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Unruhe in der Bertelsmann Stiftung

Katastrophale Ergebnisse in einer internen Mitarbeiterbefragung / Entlassungen nicht geplant

Unter den Mitarbeitern der Gütersloher Bertelsmann Stiftung herrscht Unruhe. In einer internen Mitarbeiterbefragung erklärten zwei Drittel der 300 Mitarbeiter, dass sich das Betriebsklima verschlechtert und die Motivation nachgelassen habe. Das berichtet manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 20. Dezember 2002). Als Gründe für die schlechte Stimmung nennt das Hamburger Wirtschaftsmagazin die bereits vor Monaten eingeleitete Umstrukturierung der größten deutschen Unternehmensstiftung (Etat: 65 Millionen Euro) und die diversen Führungswechsel in der Vergangenheit.

Zurzeit werden viele Abläufe in der Stiftungsarbeit gestrafft, Fachbereiche umgebaut oder aufgelöst; auch die Anzahl der Projekte wird deutlich reduziert. Über 60 Prozent der Stiftungsmitarbeiter beurteilen den Stiftungsumbau "negativ" oder "sehr negativ". Auch die Zweifel an der Sicherheit des Arbeitsplatzes wachsen.

Der seit Oktober amtierende Heribert Meffert (65), emeritierter Marketingprofessor aus Münster, ist der fünfte Stiftungschef in vier Jahren. Gegenüber manager magazin zeigte Meffert Verständnis für die Besorgnis der Beschäftigten: Dass angesichts der vielen Führungswechsel "Unruhe entsteht, ist normal". Meffert fügte hinzu: "Subjektive Wahrnehmung und objektive Situation klaffen auseinander." Entlassungen seien nicht geplant; allerdings würden nicht alle Verträge verlängert.

Die Bertelsmann Stiftung ist mit einem Anteil von 57,6 Prozent der größte Gesellschafter der Bertelsmann AG.

Autor: Klaus Boldt
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