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US-Investor Bill Gross fordert Wirtschaftshilfen in Billionenhöhe

Pimco-Fondsmanager sieht Gefahr der Deflation / Appell an die Europäische Zentralbank

Der Manager des weltgrößten Rentenfonds Pimco Total Return, Bill Gross, hält
die Maßnahmen der amerikanischen Regierung gegen die Finanz- und
Wirtschaftskrise für unzureichend. „Die US-Wirtschaft braucht nicht Milliarden,
sondern Billionen von Dollar, um in Gang zu kommen – und die Weltwirtschaft ein
Vielfaches davon“, sagte der Anleihenexperte im Interview mit dem manager
magazin, das ab Freitag (20. März) im Handel erhältlich ist.

Gross, der auch die US-Regierung berät, macht sich keine Sorgen, dass weitere
Konjunkturprogramme die Inflation befeuern könnten. Im Gegenteil: „Die USA und
der Rest der Welt wollen und brauchen unbedingt Inflation.“ Ein Preisanstieg
sei der einzige Ausweg aus der Krise. Deshalb appellierte der US-Investor an
die Europäische Zentralbank: „Die EZB sollte ihren Fokus mehr auf Deflation als
auf die Inflation richten.“ Denn Deflation – der anhaltende Rückgang des
allgemeinen Preisniveaus – sei momentan „der wahre Feind der Wirtschaft“.

Ein leichtes Wachstum der Weltwirtschaft erwartet Gross frühestens 2010. „Die
unternehmerischen Instinkte und die Lust am Risiko sind komplett zerstört“,
befürchtet der Fondsmanager, „und es wird Jahre dauern, sie wieder aufzubauen.“

Autor: Simon Hage
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Hamburg, 18. März 2009

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