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Vermögende ziehen Geld aus Banken ab

Reiche fürchten Instabilität von Finanzsystem und Euro - Exklusive Umfrage bei Family Offices

Deutschlands Wohlhabende fliehen mit ihren Milliarden aus dem Bankensystem und dem Euro. Das zeigt eine Umfrage des Netzwerks Family Office Panel bei 60 Geldverwaltern für wohlhabende Familien, über die manager magazin exklusiv berichtet (Erscheinungstag: 17. Mai). "Hochvermögende entziehen den Banken systematisch Kapital", bilanziert Yvonne Brückner, die Gründerin des Netzwerks (www.fo-panel.de). Die Tendenz gehe dahin, Kapital aus Bankeinlagen, aber auch Geldmarktfonds und Anleihen abzuziehen. Der Grund: "Viele Vermögende und Family Officer sind weder von einer gesicherten Stabilität des Finanzsystems noch von der Langlebigkeit des Euro überzeugt", sagt die Wirtschaftsprofessorin von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Die Strategie der Reichen laute stattdessen, direkt in produktive Sachwerte wie Unternehmen, Immobilien, Agrarland oder Forst zu investieren: 76 Prozent der Family Offices haben wachsendes Interesse an Direktinvestitionen. Bei 22 Prozent ist das Interesse unverändert und nur bei 2 Prozent rückläufig. Investiert wurde in Immobilien (so 79 Prozent der Befragten), Unternehmen (69 Prozent) sowie Land und Forst (50 Prozent).

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Hamburg 17. Mai 2013
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