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Vetternwirtschaft bei MWG?

Der frühere CSU-Bundestagsabgeordnete Josef Hollerith hat von der Ebersberger MWG Biotech AG erheblich höhere Beratungshonorare kassiert als bisher bekannt. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 25. Oktober 2002).

Hollerith, der dem MWG-Aufsichtsrat angehört, erhielt über seine Beratungsfirma GfUG zwischen Mai 1998 und März 2002 monatlich 10 000 Mark von der MWG. Im Jahr 2001 wurden zusätzlich 280 000 Mark überwiesen. MWG-Finanzvorstand Thomas Becker bestätigte diese Angaben gegenüber manager magazin.

Eine detaillierte Erklärung, welche Leistung Hollerith für das beachtliche Gesamt-honorar in Höhe von 750 000 Mark (383 469 Euro) erbrachte, fehlt bisher. Das Magazin zitiert Becker in der November-Ausgabe mit dem Satz: Es habe sich "unter anderem um die Vermittlung staatlicher Fördermittel gehandelt". MWG-Aufsichtsratschef Otto Sagstetter behauptet, er sei vom Vorstand über die Zahlungen "erst nachträglich informiert worden". Sagstetter ist Vorstand der Ebersberger Kreissparkasse - dort saß Hollerith bis vor kurzem im Verwaltungsrat.

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