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Volkswagen: Winterkorn verschärft Absatzziele

Langfristige Absatzplanung: Schon 2015 mehr als 10 Millionen Fahrzeuge

Der Automobilhersteller Volkswagen rechnet mit einem deutlich schnelleren
Wachstum als bislang bekannt. Das berichtet das manager magazin in seiner
neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 22. Oktober). Laut internen Absatzplänen
erwartet die Konzernspitze, dass Volkswagen schon 2015 10,2 Millionen Fahrzeuge
verkaufen wird. Bislang gab Vorstandschef Martin Winterkorn das Ziel aus, 2018
mehr als 10 Millionen Fahrzeuge zu verkaufen. Winterkorn und der
Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch wollen bis dahin Toyota als größten
Autobauer der Welt ablösen.

Die langfristige Absatzplanung, die dem manager magazin in Auszügen vorliegt,
dient als Grundlage für die mittelfristigen Investitionsentscheidungen. Über
diese Zukunftsinvestments wird der Aufsichtsrat im November beraten. Der Absatz
von Scania ist in den Absatzplänen ebenso wenig eingeschlossen wie der von MAN
und Porsche.

Der langfristigen Absatzplanung zufolge erwartet Volkswagen, dass der Konzern
seine Verkaufszahlen in den kommenden fünf Jahren im Durchschnitt um etwa 8
Prozent steigert. Schon 2012 würden demnach weltweit mehr als 8 Millionen
Volkswagen-Fahrzeuge verkauft, 2014 mehr als 9 Millionen. Das stärkste Wachstum
erwarten die Konzernplaner für die Regionen Nordamerika und China. In der
Volksrepublik könnte Volkswagen laut den Zahlen schon 2015 an der
3-Millionen-Marke kratzen. Für 2010 erwartet der Konzern dort einen Absatz von
knapp 2 Millionen Autos.

Konzernchef Winterkorn will den Verkauf Unternehmenskreisen zufolge zusätzlich
steigern, indem er ein altes Erfolgsmodell wiederbelebt: den VW Käfer. Nicht in
der heutigen Form des nicht gerade erfolgreichen VW Beetle, sondern, wie beim
Originalkäfer, mit einem Heckmotor. Winterkorn hatte den Plan schon vor einigen
Jahren verfolgt, war aber am Widerstand des damals auch bei Volkswagen
mächtigen Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking gescheitert. 2011 bringt VW die
nächste Generation des Beetle auf den Markt. Die Heckmotorvariante dürfte dann
einige Jahre später folgen.

Autoren: Michael Freitag/Dietmar Student
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