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WAZ-Erben drohen dem Hamburger Otto-Konzern

Beim Hamburger Handelskonzern Otto gibt es Streit zwischen der Familie Otto und den Minderheitsgesellschaftern, den Eignern der Essener Zeitungsgruppe WAZ. Wie das manager magazin in seiner Mai-Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. April 2004) berichtet, fühlen sich die WAZ-Erben nicht ausreichend über die finanzielle Unterstützung des in Not geratenen US-Versand- und Filialhändlers Spiegel informiert.

An Spiegel ist nicht der Otto-Konzern, sondern die Familie Otto mehrheitlich beteiligt. Anders als früher behauptet, sind aber auch Gelder vom Otto-Versand an die US-Gesellschaft geflossen, etwa in den Geschäftsjahren 2001/2002 und 2002/2003. Die Ausleihungen wurden jedoch jeweils zum Ende des Geschäftsjahres (28. Februar) auf null gefahren und kurz darauf wieder ausgereicht, sodass zum Stichtag in den Otto-Bilanzen keine Kredite an Spiegel auftauchten.

Von all dem erfuhren die Minderheitsgesellschafter erst im vergangenen Jahr. In Otto-Kreisen heißt es, die Kredite seien besichert und verzinst worden. Es habe nie ein Risiko für die Miteigentümer bestanden. Die verlangen dennoch Aufklärung und generell größere Transparenz. Diese Forderung wollen sie notfalls auch per Gerichtsentscheid durchsetzen. Ein möglicher Termin könnte schon im Mai oder Juni stattfinden.

Autorin: Petra Schlitt
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