manager magazin

„Wir sind noch längst kein High-Performer“

Eon-Chef Teyssen kündigt im mm-Interview weiteren Konzernumbau an

Eon-Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen will das nun beginnende zweite Jahr
seiner Amtszeit für interne Reformen nutzen. Eon sei noch längst kein
High-Performer, erklärt er im Gespräch mit manager magazin (Erscheinungstermin:
22. Juli). Vor allem in der Verwaltung und Steuerung des Konzerns sieht Teyssen
Handlungsbedarf. Auf die Frage, ob Eon Personal abbauen müsse, sagte der
Manager: „Wir müssen möglichst effiziente, flexible Beschäftigungsstrukturen
aufbauen, die zur Strategie passen.“

Eon, so Teyssen weiter, wolle kein „Dividendenweltmeister“ werden, sondern
wieder wachsen. Aber im Augenblick ginge es darum, das Geschäft abzusichern und
neu aufzustellen. Teyssen wörtlich: „Wenn wir das jetzt nicht richtig machen,
werden wir die wachstumsstarke Zukunft nicht mehr erleben.“ Wachsen wolle er
unter „möglichst zurückhaltender Nutzung des Kapitals“. Es ginge nicht, wie
früher, nach der Devise: „kaufen, kaufen, kaufen“.

Gegenüber manager magazin konkretisierte Teyssen die Eon-Kraftwerkspläne im
Ausland. Der Konzern strebe in den neuen Zielländern „Cluster“ an, mehrere
Kraftwerke in einer Region, die gemeinsam kostensparend bewirtschaftet werden
könnten: „Wir wollen keine Insellösungen.“ Kritik übte Teyssen an den
restriktiven Bedingungen für die Offshore-Förderung. Anders als in England oder
Dänemark, wo man relativ nah an der Küste bauen könne, müssten die Unternehmen
in Deutschland in tiefere Gewässer, um das Wattenmeer zu schützen. Dafür habe
er zwar Verständnis, er frage sich aber schon, „ob es so dramatisch wäre, wenn
wir etwas dichter an die Küsten gingen“. Solange das nicht passiere, werde
Deutschland beim Thema Offshore „später durchstarten“ als andere Länder.

Ansprechpartner: Dietmar Student
Telefon: 040 308005-60

manager magazin
Kommunikation
Stefanie Jockers

Telefon: 040 3007-3036
E-Mail: Stefanie_Jockers@manager-magazin.de

Weitere Pressemeldungen