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"Wir verfügen über die nötigen Mittel"

Bertelsmann will Musikrechtegeschäft ausbauen / Kein eigenes Vorstandsressort für Musik

In einem Gespräch mit dem manager magazin äußert sich Bertelsmann-Vorstand Thomas Hesse (46) erstmals über seine Pläne mit dem Musikrechteverlag BMG Rights Management, dessen Mehrheit Bertelsmann kürzlich vom Mitgesellschafter KKR erworben hat.

Die in Berlin ansässige BMG, so Hesse, werde sich weiter gut entwickeln: "aus dem laufenden Cashflow und möglicherweise auch mit weiteren Investitionen". In den nächsten vier bis fünf Jahren soll sich der Umsatz der weltweit auf Rang vier platzierten BMG von 300 auf rund 500 Millionen Euro erhöhen: "Wir sind im Markt extrem gut verdrahtet und sehen eine ganze Reihe von Akquisitionsmöglichkeiten", sagt Hesse. Bertelsmann verfüge "über die nötigen finanziellen Mittel für die nächsten Schritte".
Auch die Profitabilität solle ausgebaut werden. Die Umsatzrendite von BMG beträgt heute circa 20 Prozent.

Laut manager magazin kostete der KKR-Anteil (51 Prozent) rund 250 Millionen Euro, zuzüglich der Übernahme von Schulden in Höhe von etwa 500 Millionen Euro. Den Kaufpreis kommentiert Hesse nicht, gibt den Firmenwert aber in einer „Größenordnung von 1,1 Milliarden Euro" an.

Bertelsmann hatte 2006 seine damalige, unter demselben Namen firmierende Musikrechtefima BMG für 1,6 Milliarden Euro an Vivendi verkauft. Hesse dazu: "Die heutige BMG ist besser aufgestellt, inzwischen fast so groß wie damals, und dies mit deutlich geringerem Kapitaleinsatz."

Berichten, denen zufolge die Musiksparte ein eigenes Vorstandsressort erhalte, erteilt Hesse, der bei Bertelsmann für Konzernentwicklung und Neugeschäft zuständig ist, eine Absage: "Ich vertrete das Musikgeschäft im Vorstand von Bertelsmann, und mit Hartwig Masuch hat BMG einen sehr guten CEO. Das ist eine gute Konstellation."

Autor: Klaus Boldt
Telefon: 0171 657 60 86

Hamburg, 15. März 2013

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