DER SPIEGEL

Zur Überwachung der Reporterin Susanne Koelbl durch den Bundesnachrichtendienst erklärt die SPIEGEL-Chefredaktion:

Als deutsche Staatsbürgerin ist Susanne Koelbl Grundrechtsträgerin, als Journalistin gilt für sie eine besondere Schutzbedürftigkeit. Susanne Koelbl berichtet seit Jahren aus einer der Krisenregionen der Welt für den SPIEGEL, der Bundesnachrichtendienst hat dabei über einen Zeitraum von sechs Monaten ihren E-Mail-Verkehr mit einem afghanischen Politiker überwacht. Dies ist ein unerträglicher Zustand.

Als deutsche Staatsbürgerin ist Susanne Koelbl Grundrechtsträgerin, als
Journalistin gilt für sie eine besondere Schutzbedürftigkeit.

Susanne Koelbl berichtet seit Jahren aus einer der Krisenregionen der Welt für
den SPIEGEL, der Bundesnachrichtendienst hat dabei über einen Zeitraum von
sechs Monaten ihren E-Mail-Verkehr mit einem afghanischen Politiker überwacht.
Dies ist ein unerträglicher Zustand.

Nach den Feststellungen des so genannten Schäfer-Berichtes waren
SPIEGEL-Journalisten bereits in der Vergangenheit von Ausspähversuchen des
Bundesnachrichtendienstes besonders betroffen. Während der
Bundesnachrichtendienst damals erklärte, so etwas werde sich nicht wiederholen,
stand tatsächlich bereits die nächste Überwachungs-maßnahme an – die gegen
Susanne Koelbl eben.

Angesichts dieses erneuten gravierenden Einschnitts in die Pressefreiheit hat
sich der SPIEGEL entschieden, den Fall straf- und verfassungsrechtlich
überprüfen zu lassen.

Rückfragen: Hans-Ulrich Stoldt
Telefon: 040/3007-2420

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Anja zum Hingst

Telefon: 040/3007-2320
E-Mail: anja_zum_hingst@spiegel.de

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